Solidarität mit Project.Shelter – Frankfurts Leerstand sichtbar machen!

Name / Organisation / Kontakt: 
Initiative Solidarische Stadt

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In der Nacht vom 25.1. auf den 26.1. haben Aktivist*innen 6 der unzähligen leer stehenden Gebäude in Frankfurt besucht und eine verbindende Botschaft hinterlassen:

Hier könnte ein Project.Shelter entstehen!

Mit dieser Aktion machten sie sichtbar, dass es in Frankfurt viele Häuser gibt die ungenutzt bleiben, während Menschen bei Minusgraden auf der Straße, unter Brücken oder in Bahnhöfen schlafen müssen.

Eines der markierten Gebäude, im Besitz der stadteigenen ABG Holding wurde im letzten Monat von Project.Shelter besetzt, um ein selbstverwaltetes migrantisches Zentrum mit Unterbringungsmöglichkeiten für obdachlose Migrant*innen zu eröffnen.

Nach wenigen Stunden war das Gebäude gewaltsam geräumt worden.

Das Stadt und ABG nicht einmal zu Verhandlungen bereit waren, scheint bezeichnend für deren Umgang mit der aktuellen Situation in Frankfurt zu sein.
Project.Shelter suchte vor der Besetzung seit über einem Jahr auf etlichen Wegen vergeblich den Kontakt zu den Verantwortlichen. Die Besetzung des Hauses betrachtete die aus Menschen mit und ohne Migrationserfahrung bestehende Gruppe als Notwehr gegen die vorherrschenden Zustände in der Stadt.

Dass die Parteien im Römer jetzt, in der beginnenden Wahlkampfphase, ein plötzliches Gesprächsinteresse zeigen, scheint uns deshalb wenig glaubwürdig.
Die Forderung nach einem Haus für Project.Shelter ist dringender denn je. Nicht nur die Aktionen der letzten Nacht sollten deutlich machen, dass viele Menschen hinter dem Konzept stehen. Der Winter ist da – der Druck steigt.
Es ist für alle Beteiligten an der Zeit zu handeln! Für eine gelebte Solidarität ohne Grenzen und eine Stadt für Alle!

Gez. Initiative Solidarische Stadt
weitere fotos: https://linksunten.indymedia.org/de/node/166641
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