Kein Plan mehr ohne uns… Kein Frankfurt ohne Shelter!

Datum und Zeit: 
18.01.2016 - 16:30
Veranstaltungsort: 
Römer, Besuchereingang (Bethmannstraße 3)

Kein Plan mehr ohne uns… Kein Frankfurt ohne Shelter!

Kommt alle zur öffentlichen Sitzung des städtischen Planungsausschusses am Montag (18.1.)!

Treffpunkt: 16:30 Uhr am Römer(Besuchereingang: Bethmannstraße 3)
Genauer Sitzungsort: 3. Obergeschoss, Sitzungssaal 307 (Rathaus Südbau)

Am kommenden Montag, den 18.1., wird im Planungsausschuss der Stadtverordnetenversammlung u.a. ein Antrag (NR 1345) verhandelt, der vom Magistrat fordert, „obdachlosen Geflüchteten und Migrant*innen unverzüglich geeignete Räumlichkeiten für ein Zentrum zur Verfügung zu stellen, in dem diesen in Frankfurt Schutz und Orientierungshilfe angeboten werden kann“.

Der Antrag greift damit die zentrale Forderung unserer Initiative nach einem selbstverwalteten migrantischen Zentrum auf, für die wir mit unterschiedlichen Kampagnen und Aktionen schon seit über einem Jahr werben. Mitten im Winter könnte durch die Eröffnung eines solchen Zentrums nicht nur vielen Menschen in Notlagen geholfen werden, sondern auch ein starkes Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung in der Stadt gesetzt werden, dessen Wirkung wohl weit über Frankfurt hinausreichen würde.

Gerade in Zeiten, in denen rassistische Gewalt einmal mehr droht zum Alltag zu werden, benötigen wir unkommerzielle und selbstverwaltete Räume für einen gemeinsamen Austausch zwischen Menschen mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Hintergründen. Wir brauchen Orte, in denen konkrete Unterstützungsangebote, wie die Vermittlung und Bereitstellung von Schlafplätzen und Sprachkursen, genauso einen Platz finden wie gemeinsame kulturelle und politische Veranstaltungen.

Wir brauchen endlich einen Ort, an dem wir gegenseitige Solidarität in der Stadt organisieren, auf- und ausbauen können!

Bei Project.Shelter geht es vor allem auch um Selbstbestimmung und Empowerment, d.h. die Selbstermächtigung von gesellschaftlich besonders diskriminierten Gruppen, wie obdachlosen Migrant*innen. Anders als viele andere soziale Einrichtungen kann unser Zentrum deshalb nur selbstverwaltet seinen Zweck erfüllen, weil nur so verhindert werden kann, dass hilfesuchende Menschen einfach zu passiven Klient*innen einer Institution gemacht werden.

Wir fordern alle Stadtpolitiker*innen auf, etwaige parteipolitische oder wahlkampftaktische Erwägungen in diesem Fall außen vor zu lassen und für den vorgelegten Antrag zu stimmen! Lasst uns gemeinsam mit dem „Willkommen“ ernst machen – und ein selbstverwatetes migrantisches Zentrum in Frankfurt eröffnen!

Zusammen wollen wir die öffentliche Sitzung des Planungsausschuss begleiten, um durch unser zahlreiches Erscheinen zu zeigen, dass wir es ALLE wirklich ernst meinen. Also kommt vorbei, bringt eure Freund*innen, Kolleg*innen und Familien mit! Egal wie das Ergebnis am Ende aussieht, 2016 wird unser Jahr! Für eine solidarische Stadt für Alle! Kein Mensch ist illegal!