Am Dienstag morgen, tauchte ein Trupp Handwerker und Mitarbeiter der Franconofurt vor dem IVI im Kettenhofweg auf. Ohne eine/n der Bewohner/innen zu informieren, wurde die Außentür ausgebaut und mitgenommen. Außerdem wurden Strom und Wasser abgestellt.
Im Laufe des Vormittags sammelten sich daraufhin über 150 Menschen vor dem IVI und gingen in einer spontanen Demonstration zum Büro von Franconofurt an der Hauptwache. Später ging die Demo zurück zum Campus Bockenheim. Dort wurde ein gespräch mit der Uni-Leitung gefordert. der Rektor stellte sich dann auch der unergiebigen Diskussion.
PM 22.05.2012: Franconofurt setzt auf weitere Eskalation
Heute Morgen gegen 9.00 haben sich Mitarbeiter der Franconofurt
AG in Begleitung eines Trupps von Handwerkern gewaltsam Zutritt zum
Gebäude des Instituts für vergleichende Irrelevanz verschafft. Der Trupp
bestand insgesamt aus über 10 Leuten, die das Schloss der Eingangstür
zerstörten, Strom und Wasser abstellten und die Tür ausbauten.
Währenddessen wurden Gebäude und Personen abgefilmt. Als Bewohner_innen
des Instituts versuchten dieses Vorgehen zu dokumentieren, wurde ihnen
verbal Gewalt angedroht. Ein Franconofurt-Mitarbeiter wurde mit den Worten
zitiert. „Erst machen wir euch die Tür raus und dann geht es
ab“. Als der Trupp daran gehindert wurde, weiter ins Gebäude
vorzudringen, wurde mit der Polizei gedroht. Diese ist aber bisher nicht am
Institut aufgetaucht.
Innerhalb kürzester Zeit versammelte sich vor dem Institut eine größere
Menge von mit dem IVI solidarischen Menschen. Die Wut unter den
Nutzer_innen des Projektes ist groß, schließlich konnte bisher davon
ausgegangen werden, dass eine Option zur Legalisierung des Instituts
bestehen würde. In der Presse wurde ausführlich darüber berichtet, dass
Mietverträge angeboten werden sollen.
Ein Mitarbeiter des Instituts, Oliver Kaltborn äußerte sich
dazu: „Offenbar war es nie die Absicht mit dem Institut über sein
Fortbestehen zu verhandeln, diese Eskalationsstufe kommt für uns
unvorhergesehen und steht den mündlichen Absprachen entgegen. Die
Nutzer_innen wurden vollkommen im Unklaren gelassen, oder wie sich heute
herausstellt bewusst fehlinformiert, was den Zeitpunkt des
Eigentumsübertrags betrifft“.
Der Eigentumsübertrag fand bereits am 21.03.2012 statt. Seitdem
wurde von der Franconofurt AG kein Kontakt zu den Nutzer_innen des
Instituts aufgenommen.
Das Institut hat sich in den letzten Wochen auf diese neue
Situation versucht vorzubreiten und ein Nutzungskonzept ausgearbeitet,
damit auf Grundlage dessen der in Aussicht gestellte Mietvertrag von
Franconofurt ausgearbeitet werden kann.
Wie aus dem Nutzungskonzept hervorgeht wird das Institut auch als
Wohnraum genutzt. Dieser Umstand ist seit Jahren bekannt, wurde aber bisher
gegenüber der Öffentlichkeit auf Grund informeller Absprachen mit der
Universität nicht vertreten. Vor diesem Hintergrund, ist die Entfernung
der Haustür ein besonderer Skandal. Die Anzahl der Bewohner_innen hat in
den letzten Jahren rapide zugenommen. „Die schwierige
Wohnraumsituation und die ansteigenden Mieten in den innenstadtnahen
Vierteln Frankfurts haben dazu geführt, dass viele keinen regulären
Wohnraum finden konnten, das IVI hat somit einen Notstand
aufgefangen“, versucht Benjamin Walter zu erklären. Im Falle einer
Räumung wären die Bewohner_innen von Obdachlosigkeit bedroht.
Sarah Schneider antwortet auf die Frage nach der Zukunft des
Instituts: „Wir lassen uns nicht einschüchtern, wir werden das Haus
nicht einfach so verlassen und die Arbeit des Instituts fortsetzten“
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***unterstützt die Online-Petition zum Erhalt des Ivi: http://www.ipetitions.com/petition/ivi/ ***
***Ivi-Solidaritätsblog: http://weloveivi.wordpress.com/ ***
institut f. vergleichende irrelevanz (ivi),
uni campus bockenheim, kettenhofweg 130, 60325 frankfurt a/main.
home: http://ivi.copyriot.com
myspace: http://www.myspace.com/irrelevanz
facebook: http://de-de.facebook.com/pages/Institut-f%C3%BCr-vergleichende-Irreleva...
twitter: https://twitter.com/#!/ivi_frankfurt






