Der antifaschistische Widerstandskämpfer Hans Schwert ist im Alter von 105 Jahren gestorben.
Aufgewachsen in Coburg, lebte Hans Schwert seit Ende der 1920er Jahre in Frankfurt und trat der KPD bei. Nach Jahren des illegalen Widerstandes wurde er mit vielen Genoss/innen 1936 verhaftet. 14 Zuchthäuser durchläuft Schwert bis zu seiner Befreiung durch die US-Armee in Ulm.
Sein Leben lang blieb er engagiert und aktiv, insbesondere in der Gewerkschaftsbewegung. Er arbeitete in der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und als Zeitzeuge in Schulklassen. Legendär sind seine Beteiligungen an antifaschistischen Stadtführungen wenn er Schülern, Auszubildenden oder anderen Jugendgruppen von seiner Haft im Klapperfeld so lebendig berichtet, dass keiner auf die Idee kommt, ihm nicht zuzuhören. Nur betreten hat er das Klapperfeld nie wieder – aber davor gestanden und hunderten von Menschen von der Haft und vom Sinn des antifaschistischen Kampfes berichtet. Das machte Hans Schwert bis zu letzt.
Allen Angehörigen drücken wir unser herzliches Beileid aus.
Die Trauerfeier findet statt am 29.05.2013 um 13:00 am Hauptfriedhof.